Zusammenfassung
Dieser Artikel stellt eine gemeinsame Untersuchung von Unterrichtspraktiken vor, die von vier Universitätsdozierenden und sieben erfahrenen Waldorflehrkräften durchgeführt wurde. Ziel des Projekts war es, Dialog und Reflexion über die lokale Umsetzung des Waldorflehrplans in Taiwan zu fördern. Der theoretische Rahmen stützt sich auf eine rhizomatische Metapher der Bildungsverbreitung und betont, dass sich die Waldorfpädagogik als internationale Bewegung mit gemeinsamen Grundsätzen auch durch lokal verankerte pädagogische Praktiken entwickeln kann, die von kulturellem Erbe und der Kunstfertigkeit der Lehrenden geprägt sind.
Die Studie hat ein mehrschichtiges Lehrplanmodell verwendet, und die einzelnen Projekte wurden anhand von Biestas Rahmenkonzept der drei Kernfunktionen der Schule analysiert: Sozialisation, Qualifikation und Subjektivierung. Während die Ergebnisse insbesondere für den lokalen Kontext in Taiwan von Bedeutung waren, zeigt der Ansatz auch ein deutliches Potenzial für eine Anwendung in anderen internationalen Kontexten, einschliesslich Europas.
Schlüsselwörter: Steiner/Waldorfpädagogik, globale und lokale Elemente, Praxisforschung