Zusammenfassung
Diese Studie untersuchte die Einstellungen von Steiner Waldorf Schüler und Absolventinnen aus Australien und Neuseeland hinsichtlich ihres Studiums, ihrer Berufswahl und ihrer persönlichen Eigenschaften. Die Steiner Waldorf Daten wurden mit australischen Studien- und Beschäftigungsdaten sowie mit Ergebnissen aus Untersuchungen zu Absolventenergebnissen in Deutschland und Nordamerika verglichen.
Der internationale Vergleich zeigte Unterschiede in der Umsetzung der Steiner Waldorf Pädagogik und in der Wahrnehmung der Schüler hinsichtlich ihrer Schulerfahrungen auf. Trotz regionaler Unterschiede zeigte sich ein gemeinsamer Trend, dass die Absolventinnen sich für eine fürsorgliche und menschenzentrierte Hochschulbildung und Berufslaufbahn entschieden. Die Absolventinnen gaben an, dass ihre Schulzeit ihre Fähigkeiten, Werte und Überzeugungen massgeblich geprägt und ihr persönliches, berufliches und soziales Leben beeinflusst habe.
Sie schätzten die kreativen und fantasievollen Aspekte ihrer Ausbildung sowie das Gemeinschaftsgefühl, das durch Schulveranstaltungen, naturbezogene Aktivitäten und ethische Werte gefördert wurde. Die Absolventinnen äusserten zudem Bedenken hinsichtlich der Aufrechterhaltung der pädagogischen Kernvision der Freiheit angesichts digitaler und pandemiebedingter Herausforderungen und betonten die Notwendigkeit, dass veraltete Praktiken abgelegt werden und zugleich die wertvollsten Elemente bewahrt werden sollten.
Schlüsselwörter: Ergebnisse von Steiner-Waldorf-Absolventen, internationaler Vergleich, menschenzentrierte Werte, Berufswahl, Hochschulstudium, persönliche Eigenschaften