Zusammenfassung
Die Waldorfpädagogik nach Steiner ist einer der etabliertesten und grössten alternativen Bildungsansätze weltweit. Dieser pädagogische Ansatz entstand aus der von Rudolf Steiner begründeten anthroposophischen Weltanschauung und stützt sich auf die Lehren der Anthroposophie. Die Beziehung zwischen der pädagogischen Praxis in Waldorfkindergärten und -schulen und der ihr zugrunde liegenden Weltanschauung ist jedoch komplex und facettenreich, sowohl aus der internen Sicht derjenigen, die in der Waldorfpädagogik arbeiten, als auch aus der kritischen Sicht externer Forscher. Tatsächlich wurde die Waldorfpädagogik im Laufe der Jahre in vielerlei Hinsicht kritisiert und angegriffen, insbesondere aus diesem Grund.
In diesem Artikel versuche ich, diesen Zusammenhang zu beleuchten und aus verschiedenen Perspektiven zu erklären. Zunächst stelle ich kurz Rudolf Steiners Lebensweg und Lehren vor, also die anthroposophische Weltanschauung. Anschliessend zeige ich auf, wie Steiner den Zusammenhang zwischen Anthroposophie und Waldorfpädagogik sah. Danach erkläre ich, warum und wie dieser Zusammenhang von verschiedenen Seiten kritisiert wurde. Abschliessend stelle ich zwei Ansätze vor, die versuchen, diesen Zusammenhang zu verdeutlichen und gegenüber seinen Kritikern zu rechtfertigen.
Schlüsselwörter: Waldorf-Steiner-Pädagogik, Rudolf Steiner, Anthroposophie, Ideologie und Bildung