Zusammenfassung
Dieser Artikel untersucht ein einzigartiges Modell der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern, das die Ausbildung im Geiste der Waldorfpädagogik mit der akademischen Ausbildung von Lehrenden innerhalb einer akkreditierten Hochschuleinrichtung verbindet. Anhand des Beispiels des Waldorfprogramms am David Yellin College of Education in Jerusalem werden die philosophischen Grundlagen der Waldorfpädagogik, die Merkmale ihres Lehrerausbildungsansatzes sowie das Profil und die Erfahrungen der Studierenden, die an dem Programm teilnehmen, untersucht.
Der Artikel analysiert sowohl die gemeinsamen Elemente als auch die Spannungen zwischen Waldorf- und akademischen Paradigmen, insbesondere in Bezug auf Bildungsziele, Lernmethoden, künstlerische Praxis, Evaluation und Forschungsorientierung. Er zeigt, dass diese Kombination zwar das Potenzial für ein reichhaltiges Modell bietet, das «das Beste aus beiden Welten» vereint, aber auch erhebliche Herausforderungen mit sich bringt, die einen kontinuierlichen Dialog, gegenseitigen Respekt und eine sorgfältige Abwägung erfordern.
Schlüsselwörter: Waldorfpädagogik, Lehrerausbildung, anthroposophische Pädagogik, akademische Bildung, ganzheitliche Bildung