Zusammenfassung
Ziel dieses Artikels ist es, einen Rahmen für die empirische Forschung zur Praxis der Waldorfpädagogik zu schaffen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den bildungsbezogenen Aspekten liegt, sowie einige ihrer potenziellen Beiträge zu skizzieren. Konzeptionell basiert er auf einem biografischen und empirischen Fallnarrativansatz zur Bildung in Verbindung mit MacIntyres Konzept der Praxis. Er stellt eine Kombination aus dem auto-/biografischen Ansatz der narrativen Untersuchung und der Erforschung von umgesetzten und erlebten Lehrplänen anhand extremer und paradigmatischer narrativer Fälle dar.
Die beiden vorgestellten Fälle sind auto-/biografisch und dienen dazu, die Implikationen der Argumentation zu verdeutlichen und zu untersuchen. Die Schlussfolgerung hebt eine Reihe von Möglichkeiten hervor, wie die Sammlung und Interpretation dieser Art von Fällen einen Beitrag leisten kann: Erforschung «konzeptioneller Umgebungen», Praxisentwicklung, Lehrerausbildung, Verbesserung der Zugänglichkeit der Waldorfpädagogik für «Aussenstehende» und Überlegungen, wie die Spannung zwischen Bildung und effektiver Ausbildung in Einklang gebracht werden kann.
Schlüsselwörter: Praxis, Bildung, Narrative Untersuchung, Lehrplan