Jugendlichen und jungen Erwachsenen fällt es zunehmend schwer, eine Verbindung zur Welt herzustellen. Wie reagiert die Waldorfpädagogik auf dieses Problem?
In den frühen Lebensjahren, bis zum Beginn der formalen Schulbildung, ist es entscheidend, dass Kindern fantasievolle und lebendige, individuelle Geschichten präsentiert werden, die die Welt bildhaft darstellen und die es ihnen ermöglichen, sich als aktiv teilnehmend in ihrer Umgebung zu erleben. Dies fördert die Verbindung zu ihrer Umgebung.
Im Alter von etwa 9 bis 10 Jahren beginnen Kinder, sich als von der Welt getrennt wahrzunehmen. In dieser Phase wird der naturwissenschaftliche Unterricht eingeführt, mit einem methodischen Ansatz, der das Individuum aus dem Ganzen heraus entwickelt und die Verbindung zur Welt über das Gefühl wieder herstellt. In der Oberstufe steht das wissenschaftliche Forschen im Vordergrund, mit dem Ziel, ein Interesse an der Welt und an der Auseinandersetzung mit ihr zu wecken.
Schlüsselwörter: Steiner-/Waldorfpädagogik, erdverbundene Pädagogik, anthroposophische Pädagogik, Nachhaltigkeit, Umweltbildung, kindliche Entwicklung, ökologisches Bewusstsein, ganzheitliches Lernen, Erfahrungslernen, naturwissenschaftlicher Unterricht, goetheanistische Wissenschaft