Zusammenfassung
Ziel dieser Studie ist es, das ganzheitliche Lernen durch die Umsetzung kreativer, praktischer und kontextbezogener Strategien innerhalb der Lehrplanmodule des technischen Abiturs in landwirtschaftlicher Produktion zu fördern, wobei die Waldorfpädagogik als aktiver methodischer Rahmen genutzt wird.
Die an der Unidad Educativa Oliva Cárdenas de Sánchez (Ecuador) durchgeführte Untersuchung stützte sich auf eine nicht-experimentelle quantitative Methodik, die 36 Schülerbefragungen und eine Analyse der pädagogischen Praktiken umfasste. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Schülerinnen und Schüler ein mittleres Lernniveau erreichten, wobei die Entwicklung kritischer und kreativer Kompetenzen begrenzt blieb. Darüber hinaus integrierten zwar zwei Drittel der Lehrkräfte Methoden, die sich an der Waldorfpädagogik orientierten, taten dies jedoch ohne formale Ausbildung, während die übrigen Lehrkräfte an konventionellen Ansätzen festhielten.
Das vorgeschlagene pädagogische Modell integriert Waldorfprinzipien durch interdisziplinäre und erfahrungsorientierte Aktivitäten wie projektbasiertes Lernen, praktische Workshops und formative Beurteilungen, wodurch die Selbstständigkeit der Schüler und Schülerinnen gefördert und die Verbindung zwischen Theorie und Praxis gestärkt wird. Seine Umsetzung erfordert jedoch institutionelle Anpassungen, darunter Lehrerfortbildung, Lehrplananpassung und Ressourcenverteilung, um die Durchführbarkeit und Wirksamkeit sicherzustellen. Diese Studie leistet einen Beitrag zur landwirtschaftlichen Fachausbildung, indem sie die Waldorfpädagogik als tragfähige Alternative zur Förderung sozioökonomischer Kompetenzen, ökologischer Nachhaltigkeit und kritischen Denkens validiert – wesentliche Kompetenzen im ländlichen Kontext. Ihre Relevanz liegt in der Bereitstellung eines anpassungsfähigen pädagogischen Rahmens, der den globalen Anforderungen an eine ganzheitliche und nachhaltige Bildung gerecht wird.
Schlüsselwörter: Waldorfpädagogik, aktive Methoden, technisches Abitur, landwirtschaftliche Produktion, ganzheitliche Bildung, Erfahrungslernen